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"Es ist zwar nicht eindeutig geklärt, ob das Schloss mal eine Wasserburg oder ein Wasserschloss gewesen ist, aber wir werden doch jetzt keines daraus machen, in dem wir das Wasser nicht mehr drumherum, sondern bis unters Dach in die Honeymoonsuiten leiten."

Dr. Wolfgang Nitsche, zuständiger Gebietsreferent des Landesamtes für Denkmalpflege

 

„Das sind alles sehr hochtrabende Pläne. Bleibt abzuwarten ob ein derartiger Hotelneubau je schwarze Zahlen schreiben wird. Bei einer Pleite ist das Schloss verkauft und es wird keinen Rückkauf durch die Stadtverwaltung geben. Das kulturelle Zentrum der Stadt wäre spätestens dann Vergangenheit.
Diese Pläne sind auch durchführbar ohne das Schloss zu verkaufen, in Richtung Delicata, Parkstrasse ist Platz. Das Schloss steht für Touristen offen und kann natürlich auch durch Touristen des neuen Hotels genutzt werden.
Unsere Stadtväter haben sich etwas dabei gedacht, als diese im Kriegsjahr 1943 das Schloss gekauft und im gleichen Jahr vor dem weiteren Verfall bewahrt hatten."

Bernd Scholz, Ortschronist von Netzschkau


„Das wäre natürlich eine touristische Aufwertung für unsere Region. Es reicht aber fürs erste, wenn der Investor mit dem Ratskeller beginnt." Danach könne man weitergehen. „Flops in dieser Richtung hatten wir schon, zuletzt mit Lauschgrün."
(Erst im Frühjahr waren dort Pläne für einen Ferienpark geplatzt, in den angeblich 50 Millionen investiert werden sollten)

Christa Trommer, Vorsitzende des Tourismus-Verbandes „Nördliches Vogtland"

 

„Schnaftl Ufftschik ist eine Band ohne Grundsätze, die überall spielt, in Theatern, auf Fußballplätzen, in Schlössern und Hotels. Aber die Musiker spielen grundsätzlich nicht in Hotels, die früher einmal Schlösser waren."

"Passen Sie auf, dass das Netzschkauer Schloss nicht in Investorenfinger kommt. Dieses schöne Haus sollte Volkseigentum bleiben."

Steffen Mensching beim Konzert mit Schnaftl Ufftschik im Netzschkauer Schloss (10.09.2005)

 

„Mein erster Gedanke war: Salatschorsch lässt grüßen. Bei solchen Angeboten ist absolute Vorsicht geboten. Ich habe schon viele Konzepte gesehen und die Leute sind dann verschwunden. 15 Jahre nach der Wende müssten da bei den Stadtoberen schon die Alarmglocken klingeln. Nach dem Krieg haben so viele Leute, vom Schlossbauaktiv bis zum Förderverein, engagiert mit viel Herzblut und Kraft im und am Schloss gearbeitet. Es ist einfach verantwortungslos, so etwas aufs Spiel zu setzen. Die Netzschkauer sollten das Schloss als Perle nutzen. Kreisverkehr am Markt, Schloss verkaufen – das passt irgendwie zu Netzschkau."
(Salatschorsch war einer der ersten, der nach dem Mauerfall vertrauensselige Vogtländer verschaukelt hat.)

Thomas Petzold, Vorsitzender des Kulturbunds Reichenbach

 

„Es wäre schön, wenn Touristen in die Stadt kommen. Ich glaube aber, für Netzschkau ist das mindestens eine Nummer zu groß. Der Stadtverwaltung wird der Verkauf recht sein, es fallen Kosten weg."

Michael Straub, Inhaber des Vogtländischen Bergbaumuseums