10.08.2005: Der Notarvertrag Nr. 730/2005
wird beurkundet (noch bevor das Angebot eingeht).
23.08.2005: Angebot
der Telewatt.com an die Stadt Netzschkau wird verfasst;
Eine Außerordentliche nichtöffentliche Sitzung des Verwaltungsausschusses
findet statt. Ein Teil der Stadträte wird erstmals informiert.
24.08.2005: Presse wird noch vor dem "Förderverein
Schloss Netzschkau" von den Kaufinteressenten informiert
25.08.2005: In der "Freien Presse" erscheint der
erste Beitrag zu den Plänen
26.08.2005: Treffen von Mitgliedern des Vorstandes des Fördervereins
mit Bürgermeister Werner Müller
30.08.2005: Stadtrat berät unter Ausschluss der Öffentlichkeit
über das Thema "Schlossverkauf"
01.09.2005: Ehemalige Schlossbau-Aktiv-Mitglieder kündigen
an, Ihre für die Schlosserhaltung erhaltenen Auszeichnungen
an die Stadt zurückzugeben
02.09.2005: Fördervereinsmitglieder treffen sich und
beraten über die vorgestellten Pläne
03.09.2005: Die Stimmen der Bevölkerung gegen den Schlossverkauf
mehren sich.
04.09.2005: Vorstandsmitglieder verfassen einen offenen Brief
an die Stadträte.
05.09.2005: Der Brief geht an die Stadträte.
07.09.2005: Die Medien der Region erhalten den Brief.
09. bis 11.09.2005: Zu den Veranstaltungen rund um den Tag
des offenen Denkmals beginnt eine Unterschriftenaktion gegen den
Schlossverkauf. Zahlreiche Netzschkauer und auch Auswärtige
nutzen die Gelegenheit zur Schlossbesichtigung und zum Gedankenaustausch.
16.09.2005: Der Vorstand des Fördervereins trifft sich
mit den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates zum Meinungsaustausch.
19.09.2005: Die Erstfassung der Einladung zum Stadtrat am
27.09., 19 Uhr erscheint. Dort ist vermerkt: Beschlussvorlage SR
27/2005 - Grundstückskaufvertrag Urkunden-Nr. 730/2005
Ein Schelm, der Arges dabei denkt!
20.09.2005: Auf Drängen der "Freien Presse"
erscheint eine Neufassung: "Beschlussvorlage SR 27/2005 - Grundstückskaufvertrag
Urkunden-Nr. 730/2005 (Ratskeller/Schloss) Vertrag zur öffentlichen
Nutzung der Räume des Schlosses Netzschkau entsprechend Entwurf
Grundstückskaufvertrag Urkunden-Nr. 730/2005"
Ein Naiver, der sich nichts dabei denkt!
23.09.2005: Mitglieder des Fördervereins Schloss Netzschkau
e. V. sammeln auf dem Netzschkauer Markt von 8.30 bis 12.30 Uhr
Unterschriften gegen den Schloss-Verkauf.
26.09.2005: Um 18 Uhr Nichtöffentliche Sitzung des
Stadtrates zum Thema Schloss
27.09.2005: Um 19 Uhr Öffentliche Sitzung des Stadtrates.
Tagesordnungspunkt siehe 19./20.09.2005
Der Tagesordungspunkt wird abgesetzt wegen angeblich "hochinteressanter
Hinweise", die zu berücksichtigen sind (Zitat: Werner
Müller) - in Wirklichkeit wurde dem Bürgermeister
von der Kommunalaufsicht nahegelegt den Tagesordnungspunkt abzusetzen.
(weitere Infos finden Sie unter Presse)
29.09.2005: Am Abend erhält der Fördervereinsvorsitzende
einen Brief des Bürgermeisters mit der Einladung zur Gemeinsamen
Ausschusssitzung des Technischen Ausschusses und des Verwaltungsausschusses.
Von Rederecht für den Verein zu dieser Sitzung ist nichts vermerkt,
also gibt es nach den bestehenden Regeln keins. Außerdem sollen
bis spätestens 05.10. konstruktive Vorschläge für
den Vertrag zur öffentlichen Nutzung der Räume des Schlosses
Netzschkau vorgelegt werden. Angesichts des langen Wochenendes eine
wahrlich angemessene Frist für einen ehrenamtlich tätigen
Verein.
30.09.2005: Wir haben bereits 725 Unterschriften gegen den
Schloss-Verkauf.
03.10.2005: Wir sammeln Unterschriften auf dem Reichenbacher
Bürgerfest. Der dortige Gewerbeverein unterstützt uns.
Mittlerweile sind wir bei über 1000 Unterschriften gegen den
Schlossverkauf.
04.10.2005: Die Mitglieder des Fördervereins beraten
über den vorgelegten Entwurf zur öffentlichen Nutzung
des Schlosses nach dem Verkauf. Da eine Mitarbeit an diesem Makulaturwerk
die Zustimmung zum Verkauf bedeutet, lehnen die Fördervereinsmitglieder
in diesem Punkt die Mitwirkung ab. Im Schreiben an den Bürgermeister
heißt es: "Der vorliegende Entwurf bildet keine Grundlage
für eine rechtlich definierte sowie auch entsprechend durchsetzbare
öffentliche Nutzung des Schlosses nach einem Verkauf. Da wir,
legitimiert durch einen einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung
vom 2. September 2005, gegen den Verkauf des Schlosses und für
einen Verbleib dessen im kommunalen Eigentum sind, sehen wir keine
Veranlassung, diesen Entwurf eines Ergänzungsvertrages mit
zu gestalten. Wir als Förderverein Schloss Netzschkau e.V.
lehnen diesen Vertragsvorgang zwischen Stadtverwaltung und einem
unbekannten Investor insgesamt ab und fordern Sie aus diesem Grund
freundlichst auf, den einzigen, den Förderverein betreffenden
Passus aus dem Ergänzungsvertrag zu streichen. Diese Entscheidung
wurde einstimmig nach angeregter Diskussion mittels Handzeichen
(18/0/0) durch die Versammlung getroffen."
11.10.2005: Zur gemeinsamen Sitzung der Mitglieder des Technischen
Ausschusses und des Verwaltungsausschusses steht die öffentliche
Beratung über den Vertrag zur öffentlichen Nutzung nach
dem Verkauf auf der Tagesordnung. Beginn ist 19.30 Uhr im Rathaus.
11.10.2005: Schlossverkauf auf Antrag von Stadtrat Wolfgang Netzsch (PDS) für die laufende Legislaturperiode gestoppt.(PDS-Antrag)
September 2009: Die neue Legislaturperiode hat begonnen.
18.08.2010: Hans-Dieter M. wird wegen Betrugs zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und 6 Monaten, ausgesetzt auf drei Jahre Bewährung, verurteilt. Er soll eine Falkensteinerin um rund 160.000 Euro geprellt haben. Das ihm noch August 2007 übergebene Geld hat er angeblich für das Schlossprojekt benötigt, das mit Beschluss der Stadträte bereits am 11.10.2005 geplatzt war. In der Gerichtsverhandlung vor dem Auerbacher Schöffen-Gericht wurde deutlich: Alles, was die Projektgegner recherchiert und befürchtet haben, entspricht der Wahrheit. (siehe Presse)
September 2010: Bei uns melden sich immer mehr Leute die Geld bei der Telewatt.com Vermögensverwaltung AG oder bei einem der Vorstände angelegt haben und vergeblich auf Rückzahlung und/oder Zinsen warten.