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Hier finden Sie einige Argumente gegen den Schlossverkauf!
Außerdem wird mit einigen üblen Behauptungen aufgeräumt!

 

 

  • Mitten im Kriegswinter 1944, als Hunger, Not und Kälte herrschte, kauften die damaligen Stadtväter das Netzschkauer Schloss und unternahmen erste Sicherungsmaßnahmen.

  • Von 1954 bis 1989 kümmerten sich Mitglieder des im Kulturbund organisierten Schlossbauaktivs um die Instandsetzung des Schlosses. Ohne die freiwillige Tätigkeit der Schlossgeister gäbe es das Schloss vermutlich nicht mehr.

  • Von 1992 bis 2000 wurden 1,1 Millionen DM ins Schloss investiert, davon 440.000 DM Fördermittel.

  • Das Schloss gehört allen Netzschkauern. Deshalb sollten alle ein Mitspracherecht bei derart gravierenden Veränderungen erhalten.

  • Als die Sanierungsmaßnahmen nach der Wende begannen, kam der Landeskonservator Prof. Glaser
    persönlich nach Netzschkau, weil das Schloss kunsthistorisch einen hohen Stellenwert hat.

  • Weit und breit existiert kein Schloss aus der Bauzeit des Netzschkauer Schlosses, das eine ähnliche
    gute Erhaltung der ursprünglichen Substanz aufweist. In der Einheit von Hülle, Innenarchitektur und
    musealer Einrichtung dürfte das Schloss in Mittelsachsen einmalig sein.

  • Die Nutzungseinschränkung ist kein Grund, ein derartiges Kleinod zu veräußern. Viele Schlösser und
    Burgen haben nicht ganzjährig geöffnet. Selbst in der Kapelle der Albrechtsburg Meißen werden standesamtliche Trauungen nur von Ende Mai bis Anfang Oktober durchgeführt. Das hängt auch
    mit dem Schutz der baulichen Hüllen vor Feuchtigkeit zusammen. Kein Mensch käme auf die Idee, eine ganzjährige Nutzung des Freibades zu verlangen.

  • Das Land Sachsen muss jede Menge Objekte betreuen. Es wird sein Vorkaufsrecht nicht
    wahrnehmen. Die Stadt wird und kann das Objekt nicht zurückkaufen. Eine Rückfallklausel tritt nur in Kraft, wenn sie im Grundbuch an erster Stelle eingetragen ist. Dann ist das Objekt jedoch für jede Bank uninteressant, denn jeder, der ein kleines Häuschen im Grünen besitzt und einen Kredit hat, kennt das Gerangel um die Eintragung von Grundschuld und Belastungen.

  • Mehrere Stadträte haben erklärt, dass es uns egal sein könne, ob das Konzept aufgeht. Genau das könnten wir doch auf andere Einrichtungen anwenden, also: Dem Diakonieverein kann egal sein, ob er Leute in seinem Pflegeheim oder im Servicewohnen hat. Für die Schule und ihren Anbau ist es völlig egal, ob Schüler da sind. Es ist uns eben nicht egal, denn ein geschlossenes Hotel, falls es überhaupt jemals gebaut wird, bedeutet auch die Schließung des Schlosses. Und was ist dann mit den Versprechen der Öffnung für die Bevölkerung, der Schaffung von Arbeitsplätzen usw.???

  • Tafelsilber zur Schlaglochflickung (wie vom Bürgermeister angekündigt) oder zur Deckung von Verlusten (über die keiner öffentlich spricht) - das darf einfach nicht sein.

  • Das Schloss befindet sich in einem guten baulichen Zustand. Interessierte können sich bei einer
    Führung davon überzeugen. Zuganker und andere statische Sicherungsmaßnahmen wurden
    bereits vor vielen Jahren eingebaut. Von Sanierung kann keine Rede sein, lediglich von Reparaturen, Modernisierung und Werterhaltungsmaßnahmen.

  • Bisher argumentierten die Netzschkauer Verantwortlichen immer damit, dass keiner so eine Einrichtung derart billig offenthalten kann, noch dazu mit diesem niveauvollen Angebot. Andere Bürgermeister mit Burgen, Museen oder musealen Einrichtungen in der Region schauten neidisch auf Netzschkau. Wieso der plötzliche Sinneswandel?

  • Auf dem Marktplatz Kreisverkehr, an der Schule ein Anbau, den kompletten Schlossvorplatz bis zum Haus Schlossstraße 10 verkauft - wurde deshalb der Parkplatz an der Göltzschtalbrücke ausgebaut? "Wir wandern, wir wandern..."

  • Jeder Mensch achtet auf sein Eigentum. Wir sollen unser aller Eigentum einem geschassten Hausmeister oder dem Inhaber einer Zettelfirma anvertrauen? Das kann nicht sein.